wiltrud katherina hackl


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„Die große Seele dieser Welt atmet durch Nüstern oder Kiemen“ (die Königin zu Ondine in Jean Giraudoux‘ gleichnamigem Theaterstück, UA 1939, Frankfurt/Main 1961, S. 63) Lecture-Performance von Wiltrud Hackl Do / 27.3. / 19.00 / verein:makart Die Wasserfrau – Sirenen, Nixen oder Andersens „Meerjungfrau“ – als Imagination und Repräsentation von menschlicher Weiblichkeit geht zurück auf…

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… atmet durch nüstern oder kiemen.

„Die große Seele dieser Welt atmet durch Nüstern oder Kiemen“ (die Königin zu Ondine in Jean Giraudoux‘ gleichnamigem Theaterstück, UA 1939, Frankfurt/Main 1961, S. 63)

Lecture-Performance von Wiltrud Hackl

Do / 27.3. / 19.00 / verein:makart

Die Wasserfrau – Sirenen, Nixen oder Andersens „Meerjungfrau“ – als Imagination und Repräsentation von menschlicher Weiblichkeit geht zurück auf vorchristliche Mythen, die ursprünglich durchaus mit Göttlichkeit und Autarkie versehen waren. Über die Jahrhunderte und vor allem seit der deutschen Romantik wurde die Phantasmagorie verniedlicht und zum Mangelwesen. Am Beispiel des „Undine“ Motivs und anhand dreier Variationen – bei Friedrich de la Motte Fouqué, Jean Giraudoux und Ingeborg Bachmann – wird die Problemstellung der Naturalisierung von Wasser und Weiblichkeit verdeutlicht und werden feministische Strategien der Verschränkung im Wasserfrauennarrativ diskutiert. Die Wasserfrau kann quergelesen zur Exitstrategie aus der Erfüllung weiblicher Repräsentation werden – weil sie wässrig, hybrid und zwischen den Welten bleibt.

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