wiltrud katherina hackl


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Eröffnung: 20.11.2024 | 18:00 | Kunstuniversität Linz | Hauptplatz 6 Begleitprogramm u.a.: EINE TORTE FÜR DIE BRÜCKE | künstlerische Zugänge zu kontaminierten Objekten | 26.11.2024 | 18:00 KONTAMINIERTE OBJEKTE UND GEBÄUDE AUSSTELLEN | mit EVA MERAN | Haus der Geschichte Österreich | 3.12.2024 | 18:00 (…) Erstmals setzt sich nun diese Ausstellung mit der Geschichte…

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über eine brücke

Eröffnung: 20.11.2024 | 18:00 | Kunstuniversität Linz | Hauptplatz 6

Begleitprogramm u.a.: EINE TORTE FÜR DIE BRÜCKE | künstlerische Zugänge zu kontaminierten Objekten | 26.11.2024 | 18:00
KONTAMINIERTE OBJEKTE UND GEBÄUDE AUSSTELLEN | mit EVA MERAN | Haus der Geschichte Österreich | 3.12.2024 | 18:00

(…) Erstmals setzt sich nun diese Ausstellung mit der Geschichte der Nibelungenbrücke auseinander, stellt Fragen danach, wie belastete öffentliche Objekte ausgestellt und besprochen werden sollen und entwirft Utopien und Visionen für einen zeitgemäßen Umgang mit dem Themenkomplex Geschichte, Materialität und Erinnerungsarbeit.
Die Ausstellung ist in den unmittelbar angrenzenden Brückenkopfgebäuden zu sehen, die ebenfalls NS-Bauten sind.

NIBELUNGINNEN Inhalte der Ausstellung und Konzept wurden von Studierenden der Kunstuniversität und der Johannes Kepler Universität Linz im Rahmen des gemeinsamen Bachelorstudiums Kulturwissenschaften erarbeitet. Ergebnisse ihrer künstlerisch / wissenschaftlichen Forschungstätigkeit sind u. a. eine feministische Neuerzählung des Nibelungenmythos, unterschiedliche künstlerische und wissenschaftliche Dekonstruktionen des Motivs patriarchaler Heldenfiguren, eine umfassende Darstellung der Baugeschichte zur Brücke und Ergebnisse der Beforschung der Biographien von Linzer Bürgerinnen, die im Zuge der Errichtung der Brücke ab 1938 und der dafür angeordneten städtebaulichen Maßnahmen enteignet wurden.

Die Ausstellungsgestaltung von LENA HEIM und ROSALIE SIEGL greift fragmentarisch Elemente der Brücke auf, die durch eine Neuzusammensetzung entkontextualisiert, neu interpretiert und durch die Verwendung in Kombination mit Signalfarben inhaltlich gegenwärtig aufgeladen werden. Als Schriftbild werden Typografien der Sammlung „BADASS LIBRE FONTS BY WOMXN“ verwendet, eine Kollektion, die Sichtbarkeit für weibliche Schriftgestalterinnen schafft und deren Schriften als Open Source Fonts für kollaboratives Gestalten zur Verfügung gestellt werden.

PARTIZIPATION ERWÜNSCHT
Besonderen Stellenwert haben Begleitprogramm und der partizipative Charakter der Ausstellung. Neben Vermittlungsangeboten seitens der beteiligten Studierenden und Projektinitiatorinnen sind etwa Besucherinnen eingeladen, sich am Diskurs zu aktuellen Themenstellungen zu beteiligen. Das Äußern und Einbringen von Ideen, Wortschöpfungen, Anregungen, Kritik, Bildern etc. rund um den Begriff der „Brücke“ einerseits und speziell zur Thematik „Nibelungenbrücke“ ist ausdrücklich erwünscht. Tafeln, ein Gästebuch und Postkarten laden ein, sie als Medien der Teilhabe zu verwenden. Transgenerational überlieferte Erinnerungen, die innerhalb von Familien kursieren, Fotografien oder Objekte, die mit der Brücke und ihrer Errichtung in Zusammenhang stehen und zum Diskurs und zu neuen Erkenntnissen beitragen, sind sehr willkommen. Ebenso Ideen und Utopien, um an einem Entwurf für einen bewussten, gegenwärtigen Umgang mit Objekten wie der „Nibelungenbrücke“ mitzuwirken. Diese Beiträge können wiederum in die Diskussionsrunden einfließen, die unter Beteiligung internationaler Expertinnen stattfinden.
Eine weitere Möglichkeit der Beteiligung zur Diskussion um die „Nibelungenbrücke“ sind Plakate, mit denen Studierende und Lehrende der Kunstuniversität ihre Fragen, ihre Wünsche, ihre Utopien zur Brücke formulieren und öffentlich ausstellen können. Die – bewusst ephemer konzipierte – Ausstellung dieser Plakate in der Unterführung, die baulich in den Brückenkomplex integriert ist, wurde durch eine Kooperation mit der Firma Gutenberg-Werbering möglich. Die Plakate sind bis 1. Dezember zu sehen, sie werden möglicherweise überklebt, übermalt und mit Anmerkungen versehen – diese Veränderungen werden täglich fotografisch dokumentiert.
Das Projekt stammt von BIRGIT KIRCHMAYR vom Institut für Neuere Geschichte und Zeitgeschichte / JKU, ANGELA KOCH und WILTRUD HACKL vom Institut für Medien / Kunstuniversität Linz und Co.Lab für Erinnerungsarbeit • ästhetisch-politische Praktiken.
Beteiligte STUDIERENDE sind: Fabiola Benninger, Sophie Buchner, Thea Burkhard, Flora Goldmann, Stefanie Grasberger, Lena Himmelbauer, Julia Höglinger, Maria Keplinger, Thomas Obristhofer, Darina Scholz, Marina Sladojevic, Marina Weinzierl, Janice Wette, Paula Ursprung und Jasmin Ziermayr.

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